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Februar 2010 | Ökologischen Molkereien Allgäu auf der BioFach

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Die Ökologischen Molkereien Allgäu auf der BioFach - eine positive Bilanz mit durchaus kritischen Untertönen - Liebe Kunden, dass die BioFach 2010 eine besondere werden würde war uns klar, als wir uns entschieden haben, auch im Jahr 2010 wieder dort vertreten zu sein. Besonders, weil es im Vorfeld der Messe zahlreiche Diskussionen über die Terminverschiebung (Mittwoch – Samstag) und die Darstellungsmöglichkeiten des Naturkostfachhandels gab. Die BioFach hat sich im Laufe der Jahre gewandelt und das war mit Sicherheit zum Teil auch gut und notwendig. Inzwischen scheint sie aber einen Teil der Mitbegründer – nämlich die deutschen Bio-Erfinder – nicht mehr in einem Maße anzusprechen, dass diese sich beteiligen wollen. Das ist aus unserer Sicht nachvollziehbar denn die Messe empfängt die Unternehmen die die notwendigen Inhalte gestaltet haben und mit der aktuellen intensiven Wertediskussion wieder gestalten nicht mehr mit offenen Armen. Auch die Ökologischen Molkereien Allgäu sind in der Vergangenheit schon enthusiastischer zur BioFach angereist. War die Messe einst Plattform für genau diese Unternehmen, so prägt sie heute selber durch Rahmenbedingungen in einer Richtung, die einen Teil der Fachhandelsbranche offensichtlich verärgert und zu dessen Fernbleiben geführt hat. Dass die Messe in ihrer Funktion als Weltleitmesse dabei zunächst nicht in Frage steht ist sicherlich richtig, denn sie ist und bleibt paradoxerweise der Kristallisationspunkt für die gesellschaftliche und politische Wahrnehmung der Bio- also auch der Fachhandelsbranche. Und als solche brauchen auch wir als Fachhandelsunternehmen die BioFach. Ob sich die Messe aber ohne die erneute Einbindung des Fachhandels zukünftig weiterentwickeln und diese Funktion beibehalten kann bleibt für uns abzuwarten. Für die Ökologischen Molkereien Allgäu war 2010 ein Testjahr und nun gilt es, genau zu betrachten, was uns der Messeverlauf für die Zukunft nahelegt. Eines, was sich bereits jetzt feststellen lässt ist die Tatsache, dass wir uns mehr Facheinzelhändler auf der Messe gewünscht hätten. Unser Anliegen ist es, mit den Einzelahndelsunternehmen im Kontakt zu bleiben und diese Kontakte zu pflegen. Das kann nur in dem Maß gelingen, wie der Einzelhändler den Kontakt mit uns sucht. Bedauerlicherweise verhindert der Messeverlauf von Mittwoch bis Samstag, dass zahlreiche kleinere und inhabergeführte Läden keine Chance hatten, die Messe und damit uns zu besuchen, weil ihnen der Sonntag als Besuchstag fehlte. Dass wir für uns dennoch ein positives Fazit ziehen können liegt an der Tatsache, dass wir mit unseren Messepartnern Bohlsener Mühle, Sodasan und Weingut Sander mit unserem gemeinsamen Fachhandelsauftritt wohl doch den Nerv des Handels getroffen zu haben scheinen und die Groß- und Einzelhändler, die die BioFach besuchten auch bei uns begrüßen konnten. Der Dialog war dabei herzlich, intensiv und spannend. Das es uns bei der Messe immer auch um die Vorstellung unserer Innovationen geht versteht sich. Der Informationsaustausch über die Kontakte mit dem Endkunden, über die aktuellen Themen der Branche, über ökologische Qualitäten, den Ladenalltag an der Käsetheke und im Kühlregal und die Zukunft des Fachhandels sind aber mindestens ebenso wichtig und spannend. Und diesen Dialog benötigen wir um auch in Zukunft die Bedürfnisse des Fachhandels in unsere Arbeit zu integrieren. Nicht nur unsere Fachhandelskunden waren von unserem Messeauftritt überzeugt. Auch der Bayerisches Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner überzeugte sich als Gast der Ökologischen Molkereien Allgäu von der Vielfalt und Qualität unserer Käseschätze (Bild Oben: Staatsminister Helmut Brunner, Bioland Landesvorsitzender Josef Wetzstein und Franz Kustner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes Oberpfalz geniessen den Jahrgangskäse „Zwölfender“). Unser Austausch mit Renate Künast (Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, siehe weitere Nachrichten) war eher inofizieller Natur, deshalb aber keinesfalls weniger spannend, spontan und begeisternd. Sollte die Messe uns konzeptionell überzeugen können und wir im kommenden Jahr – vielleicht mit geänderter Zielsetzung - wieder nach Nürnberg reisen, dann würden wir uns wünschen, Euch liebe Einzelhändler zahlreich begrüßen zu dürfen. Denn unabhängig von der BioFach ist der Dialog zwischen den Handelspartnern etwas, was uns als Branche ausmacht, was wir pflegen sollten und in Zukunft gerne intensivieren möchten. Über eine lebhafte Diskussion über das Thema BioFach würden wir uns sehr freuen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Letztendlich geht es uns um den Kundenkontakt. Wenn die BioFach uns und Euch dafür wieder eine Plattform werden kann, dann würden wir uns freuen, sie gemeinsam mit Euch zu nutzen. Sollte sie dazu nicht in der Lage sein, dann ist aus unserer Sicht wichtig, den Kontakt dennoch nicht abreißen zu lassen und die Kommunikation auf anderen Kanälen zu pflegen. Schließlich geht es heute mehr denn je um die gemeinsame Gestaltung einer Fachhandelszukunft.